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Mittwoch, 28.08.2013, 20:00

Birgit Ebbert ist längst keine unbekannte Autorin mehr. Sie blickt bereits auf zahlreiche Veröffentlichungen zurück, vor allem im Bereich Kinder- und Jugendbuch, sowie Lernhilfen.

Mit »Brandbücher« gibt sie nicht nur ihr Krimidebüt im Gmeinerverlag sondern legt auch ihren ersten Roman für Erwachsene vor.

Das Thema Bücherverbrennung beschäftigt sie schon seit vielen Jahren, seit sie im Rahmen ihrer Dissertation über Erich Kästner festgestellt hat, dass viele Autoren nie wieder an ihre Erfolge vor der Bücherverbrennung anknüpfen konnten. Das hat die Autorin Ende der 90er Jahre dazu gebracht, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

Anfang des neuen Jahrtausends richtete sie die erste Internetseite zum Thema ein, hielt Vorträge und sammelte Materialien über die Bücherverbrennung. Auf der Website www.bücherverbrennung.de gibt es Listen von Autor/innen, die damals aus den Regalen verbannt wurden, sowie andere sinnvolle Informationen, wie zum Beispiel in welchen Städten Bücherverbrennungen stattgefunden haben und wann genau. In ihrem Nachwort erwähnt die Autorin, sie habe diese Seite eingerichtet, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Zeit und Aktion nicht in Vergessenheit geraten mag und den Menschen eine Lehre sei.

Das Wort »Bücherverbrennung« ist denn meisten von uns ein Begriff. Als die Nationalsozialisten unter Hitler die Macht übernahmen, die ersten Juden gebranntmarkt und denunziert wurden, formierten sich Studentenverbindungen, die 1933 die erste öffentliche Verbrennung von Büchern jüdischer Autor/innen initierten.
Dass viele Werke diese grausame Zeit überstanden und nicht in Vergessenheit geraten sind, hat man sicher vielen Menschen zu verdanken, die heimlich Bücher versteckten oder außer Landes brachten.

Im Mittelpunkt von »Brandbücher« steht die 24jährige Karina, die im Haus ihrer verstorbenen Großtante geheimnisvolle Postkarten findet, die in diversen Stapeln gebündelt sind. Jeweils mehrere Postkarten mit derselben seltsamen Zahlen- und Buchstabenfolge erzählen zusammen aus einem Tag im Leben ihrer Großtante.
Karinas Nachforschungen führen in das Jahr 1933 zurück, in dem ihre Großtante als Haushälterin bei dem jüdischen Buchhändler Jakob Weizmann gearbeitet hat.

Karina ist fasziniert von ihrer Entdeckung, lässt nicht locker und recherchiert gemeinsam mit ihrer Freundin Jenny und dem Pfarrer Martin, was hinter den Karten steckt. Bei ihren Nachforschungen deckt sie dunkle Machenschaften auf und gerät selbst in Gefahr.

»Brandbücher« ist ein fiktiver Krimi mit einem realen historischen Hintergrund. Birgit Ebbert verwendet hierfür mehrere Erzähl- und Zeitebenen, sowie Perspektiven.
Zum einen ist der Erzählstrang von Karina und ihren Recherchen, der durch Rückblicke in das Jahr 1933 unterbrochen wird, in denen der Sohn des Buchhändlers Samuel im Mittelpunkt steht, der seinen ehemaligen besten Freund Bruno Schulze-Möllering an die Nazibewegung verliert und einer der ersten ist, der den Hass gegen Juden am eigenen Leib miterlebt.

Zusätzlich beginnen viele Kapitel mit Auszügen aus den rätselhaften Postkarten.

Sprache, Schreibstil und Erzähltechnik erweckten bei mir von Anfang an den Eindruck einen Jugendkrimi zu lesen, bzw. einen Roman für junge Erwachsene. Ich würde den Roman als All-Age Roman bezeichnen und auch nicht unbedingt als Krimi.

Die Hauptfigur Karina ist erfrischend, mädchenhaft und sympathisch gezeichnet. Auch der Pfarrer erscheint jugendlich und dynamisch. Die Freundin Jenny wirkt von ihrer Art und Sprache her wie ein Teenager.

Die Rückblenden in die Vergangenheit schildert die Autorin eindrucksvoll und derart authentisch, dass man meinen könnte, sie wäre selbst dabei gewesen. Somit ist dieser Spannungsroman auch eine Art Zeitdokument, denn Birgit Ebbert verwendet Originalauszüge aus den »12 Thesen wider den undeutschen Geist« und den »Feuersprüchen«. Die betreffenden Stellen sind im Buch mit einem Sternchen markiert.

Die Schauplätze sind bildstark beschrieben. Durch die lockere und leichte Sprache und die große Schrift lässt sich das Buch schnell und zügig lesen.
Der Plot, sowie dessen Auflösung funktioniert einwandfrei. Auch am Aufbau der Geschichte gibt es nichts auszusetzen. Alles ist schlüssig, logisch und gut strukturiert.
Einzig das Lektorat war hier leider nicht effizient genug.

Alles in allem ist Brandbücher ein solider, informativer, semi-historischer (Kriminal)roman für junge Erwachsene, den man durchaus als Lektüre in den (Geschichts)unterricht einbauen könnte.

Das Cover unterstreicht den Inhalt des Krimis ausgezeichnet, ebenso auch meinen Eindruck, es würde sich um ein Jugendbuch handeln (durch den Jungen, der darauf abgebildet ist).

Das ausführliche Nachwort der Autorin, der Verweis auf ihre Homepage über die Bücherverbrennung, die wirklich sehr eindrucksvoll ist und lange zum Verweilen einlädt, eine Enschlüsselung des jüdischen Kalenders, sowie ein Quellennachweis auf den letzten Seiten, runden das Buch gelungen ab.

Es gibt auch nach der kurzweiligen Lektüre viel zu entdecken und erfahren, somit gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für dieses Leseerlebnis der besonderen Art.

(Eine Rezension von J.B. Wind, Cover mit freundlicher Genehmigung des Gmeiner Verlags)


 
Liebe Buchecke!
Ich mag deine Rezensionen. Sind es eh deine? Ich lese ja sehr gerne und hole mir immer Tipps von dir. Das Buch werde ich mir sicher kaufen. Klingt sehr interessant.
Liebe Grüße und danke,
Minze
  • minze,
  • 2013.08.29, 12:00
 
@minze
Liebe Minze,

ja, das sind meine Rezensionen :-D

Vielen Dank, ich freu mich, wenn jemandem meine Rezis gefallen und dass sie ihre Leser/innen finden.

Alles Liebe
Jenny
 
@minze
ich seh grade du hast mit "Liebe Buchecke" deinen Kommentar begonnen.
Ich bin nicht die Buchecke, sondern "dendrobium" aber ich komm mir langsam vor, als wäre ich die Buchecke ;-)), da fast nur von mir rezis eingestellt werden.
Hier kann aber jeder Rezensionen einstellen, wenn er mag.

Alles Liebe
Jenny